Mario-Keller-Schule


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Mario-Keller-Schule


Namensgeber ist der am 15. August 2007 in Kabul ums Leben gekommene Polizeibeamte Mario Keller. Lachen Helfen e.V. eine Initiative deutscher Soldaten und Polizisten, die sich für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt - betreute auf Bitten des damaligen deutschen Botschafters in Afghanistan, Dr. Seidt, das Projekt Mario-Keller-Schule federführend.

Mario Keller war als Angehöriger des Polizeipräsidiums Karlsruhe zum Bundeskriminalamt abgeordnet. In Kabul wurde er zum Schutz des Deutschen Botschafters eingesetzt. Er starb am 15.08.07 gemeinsam mit Alexander Stoffels, Angehöriger der Bundespolizei- inspektion Karlsruhe und Jörg Ringel, Angehöriger des BKA Berlin.



Kinder in Afghanistan Foto: Mario Keller

Während seines Aufenthaltes hatte Mario Keller seinen Angehörigen immer wieder von den schlechten Lebensbedingungen - vor allem der Kinder - in Afghanistan berichtet. Er war sich sicher, dass die Menschen ein anderes, ein besseres Leben in Freiheit wollen. Die Errichtung der Mario-Keller-Schule trägt dieser Haltung und der Wahrung seines Andenkens Rechnung.

Den "Grundstein" für das Projekt Mario-Keller-Schule legten die Eltern, Brüder und seine Lebensgefährtin selbst. Sie richteten ein Spendenkonto ein und riefen zu Spenden für notleidende Kinder in Afghanistan auf. Anlässlich der Beisetzung von Mario Keller baten sie die Gäste statt Blumen um Spenden für diesen Zweck. So kamen die ersten 7000 € zusammen.

Die Mario – Keller – Schule wurde in Shoduj gebaut. Das Dorf befindet sich in der entlegenen Gegend von Shegnan in der Badakhshan-Provinz, Nordafghanistan. Zu der Zeit, als mit dem Bau begonnen wurde, hatte das existierende Schulgebäude in Shoduj eine begrenzte Kapazität, was die Unterbringung der fast 900 Mädchen des Dorfes und des Schulbezirks betraf. Etwa 60% aller Schüler waren gezwungen in Zelten oder in dem alten, beschädigten Gebäude zu lernen, während andere unter freiem Himmel unterrichtet wurden. Diese Bedingungen machten es für viele Mädchen unmöglich während des Winters die Schule zu besuchen.


Das Mario Keller Schul-Projekt wurde von der AKF (Aga Khan Foundation) Afghanistan mit der Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amtes und in Zusammenarbeit mit örtlichen Gemeinden, der Regierung und des Provincial Reconstruction Team (Anm: hier gibt es keine offizielle Abkürzung, wörtliche Übersetzung: Deutsches Provinz-Wiederaufbau-Team) in Badakhshan durchgeführt. Das Projekt verbessert für 900 Schülerinnen in Shoduj den Zugang zur Bildung, indem die existierenden Bildungseinrichtungen erweitert wird, wodurch allen Schülern das Lernen unter angebrachten Bedingungen ermöglicht wird. Verbesserter Zugang zur Bildung, besonders für Mädchen, wird helfen die Lebensgrundlagen von ländlichen Gemeinden in diesen abgelegenen Gebieten Nordafghanistans zu verbessern.

Wer den Bau der Mario-Keller-Schule mit einer Spende unterstützen möchte:

Direktspenden
Sparkasse Essen
Stichwort: Mario-Keller-Schule
Bankleitzahl: 360 501 05
Kontonummer: 4 310 900

Von den 10 Millionen Kindern in Afghanistan besucht - trotz Schulpflicht - nur knapp die Hälfte eine Schule. Es mangelt an Stiften und Heften. Vor allem aber an einem Dach über dem Kopf. Sechs Jahre nach dem Sturz der Taliban ist das afghanische Bildungswesen noch immer marode. Doch gerade die Investition in Bildung ist die nachhaltigste Form des Wiederaufbaus. Nur Menschen mit Perspektive sind bereit, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken.

Lachen Helfen e.V. blickt bereits auf eine langjährige Erfahrung mit Schulprojekten in Afghanistan zurück. Beispielsweise übergab der Verein im November 2005 ein Schulgebäude für 500 Schüler seiner Bestimmung.

Mit der humanitären Unterstützung verknüpft Lachen Helfen auch die Hoffnung, dass die deutschen Soldaten und Polizisten, die - oftmals unter widrigen Umständen - Wiederaufbauhilfe in Afghanistan leisten, nicht lediglich als Besatzer geduldet, sondern als Partner begrüßt werden.



Gedenktafel für die Mario-Keller-Schule

Am 15.08.2008 fand die Zentrale Gedenkfeier zum ersten Jahrestag des Terroranschlags bei Kabul in der Evangelischen Stadtkirche am Karlsruher Marktplatz statt.

In der Kirche gedachten das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und die Polizei des Landes Baden--Württemberg den Opfern des Anschlags im Beisein der Angehörigen. Auch die Bevölkerung war eingeladen.
Die Polizeipräsidentin von Karlsruhe, Frau Gerecke und der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe, Bernhard Lohner, enthüllten eine Gedenktafel, die in der Schule angebracht wird. Diese wird an die drei bei Kabul getöteten Polizeibeamten
- Mario Keller, Alexander Stoffels und Jörg Ringel - erinnern.












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